Für Kinder und Jugendliche sind Informatiksysteme wie Smartphones, Tablets, Apps und die Cloud eine Selbstverständlichkeit. Sie gehören zu ihrem Alltag genauso dazu wie Fahrrad, Fernsehen und Bücher. Doch wie Hardware und Software genau funktioniert steht in keinem Benutzerhandbuch und keiner Werbeanzeige. (Auch nicht für Fahrrad, Fernsehen und Bücher, zugegeben…)

Wurden noch vor zwanzig (?) Jahren PCs selber zusammengebaut und Skripte selber geschrieben, so verlässt man sich in der heutigen Zeit wie selbstverständlich auf die zugeschweißten Smartphones, Spielekonsolen und Tablets und vertraut darauf, dass Fehler in Apps mit den nächsten Updates behoben werden.

Dabei liegen den Informatiksystemen von damals wie heute die gleichen Prinzipien zugrunde. Es geht um Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe, Codierung und Decodierung, Bits und Bytes, Kontrollstrukturen wie Schleifen und bedingte Verzweigungen und Logikschaltungen. (Die Auflistung ist nicht vollständig!)

Die fachlichen Kompetenzen haben dabei nicht an Stellenwert verloren, im Gegenteil. Es ist aufgrund der uns umgebenden und antreibenden Technisierung immens wichtig, programmieren und die Technik damit zumindest etwas entmystifizieren zu können.

Viel entscheidender ist aber das Wie. Wie schaffen wir es, dass Schülerinnen und Schüler sich mit Informatik auseinandersetzen? Wie wird die Notwendigkeit für sie deutlich? Wie können wir Sinn stiften? Wie bekommen wir von ihnen Bestätigung, dass sie damit Gutes gelernt haben, wenn sie selber im Erwachsenenalter sind?

Eine mögliche Antwort auf diese Fragen ist: Motivation! Motivation durch Fragen, die von uns im Kontext gestellt werden. Motivation durch Problemstellungen, die von ihnen aus ihrer Lebenswelt mitgebracht werden können.

Es ist wie beim Zaubern: Tricks kaufen kann jeder, Tricks vorführen können nur wenige. Es kommt auf die Verpackung an, die Story, die Show. Muss eine Münze für einen Trick palmiert werden, gelingt dies nur durch Ablenkung. Der Magier benötigt einen Kontext, in welchen er den Trick bettet, ihn damit individualisiert und unvergesslich macht. So ist das auch mit der Methodenvielfalt im Unterricht. Betten wir zu vermittelndes Fachwissen in eine Story, ein Videospiel, ein Alltagsphänomen ein, so hat das nichts mit Unterhaltung zu tun, sondern mit Motivationsvermittlung, den Dingen auf den Grund zu gehen.

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