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ComputerCraftEdu ist offiziell erschienen

Heute ist ein schöner Tag für die Schulinformatik: ComputerCraftEdu ist veröffentlicht worden!

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ComputerCraftEdu ist eine Erweiterung für Minecraft, um im Spiel virtuelle Schildkröten zu programmieren. Sie können sich bewegen, drehen, Blöcke legen und abbauen, Redstone aussenden, Hindernisse erkennen. Vom Bedienkonzept her erfolgt die Programmierung visuell mit Items, die die Befehle als Symbole zeigen.

Wen diese Idee nun an Logo oder RoboRally erinnert: nicht schlecht vermutet 😉

Zumindest RoboRally hatte Dan200 zu ComputerCraft inspiriert.

Auf der Minecon 2013 kam es dann zwischen der Firma TeacherGaming, die hinter MinecraftEdu stehen, und Dan200 zur Kooperation, um die virtuellen Schildkröten von ComputerCraft auch für Einsteiger bedienbar und programmierbar zu machen. Ich hatte bis dato ComputerCraft zwar im Unterricht bereits eingesetzt, allerdings ist der direkte Einstieg in die textuelle Programmierung mit Lua schon eine ordentliche Hürde für viele.

Mit ComputerCraftEdu ist viel mehr als nur eine weitere visuelle Programmierumgebung verfügbar:

  • Da Minecraft mehrspielerfähig ist, können sich mehrere Lerner zusammen auf einer Turtle “einklicken” und gemeinsam programmieren. Auch ich als Lehrkraft kann, falls notwendig, direkt im Programmierfenster in der virtuellen Welt helfen.
  • ComputerCraftEdu erlaubt jederzeit, von der visuellen zur textuellen Programmieransicht umzuschalten. Die Lerner erhalten so einen Vorgeschmack auf das, was mit einer herkömmlichen Programmiersprache gemeint ist. Ihr zusammengeklicktes Programm wird dabei in der Codeansicht 1:1 angezeigt, syntaktisch korrekt und von den Kontrollstrukturen identisch. Sogar die eigenen Kommentare werden angezeigt! Dies bietet Anknüpfungsstellen im eigenen Informatik-Curriculum mit Minecraft weiterzumachen, um die unzähligen didaktisch-methodischen Vorteile des Spiels nicht aufgeben zu müssen.
  • Durch die visuelle und textuelle Ansicht schaffe ich in Minecraft eine Lernumgebung, die auf Binnendifferenzierung ausgelegt ist. Lerner, die Vorerfahrung im Programmieren haben, sind genauso in der Welt unterwegs wie diejenigen, die ganz neu dabei sind. Und gegenseitig helfen sie sich auch noch, über das Fachliche hinaus!
  • Ich liebe das visuelle Debuggen! Wenn in einer klassischen Programmierumgebung (IDE) im laufenden Programm Fehler auftreten, müssen diese umständlich gefunden und ermittelt werden mit Haltepunkten, Objektinspektoren und mehr. In Minecraft? Hey, lass die Turtle ein Haus bauen, und wenn jede Steinreihe um einen Block versetzt ist, sieht man den Programmierfehler sofort. Da macht die Fehlersuche im eigenen Algorithmus doch viel mehr Spaß!
  • Ich bin weniger gestresst! Dank ComputerCraftEdu, ComputerCraft und meinem Mod RealRobots habe ich nur noch eine Lernumgebung in meiner Stunde zu moderieren, nicht mehrere wie Scratch, Eclipse oder Notepad++ plus Compiler.

Und für die ganz Kleinen empfehle ich immer noch, ohne Computer selbstgebaute Lego Turtles zu programmieren. Das folgende Arbeitsblatt laminieren und mit Folienstiften bearbeiten, dann hat man eine tolle Vorlage, um den Code in ComputerCraftEdu zusammenzuklicken. Die Kleinen diskutieren dabei mit dem Arbeitsblatt über Algorithmen, ohne die Fachsprache zu kennen. Muss man zu Beginn auch noch nicht!

Download (PDF, 270KB)

 

Nett drapiert mit Muffinständer und Baumaterial auf der Maker Faire Hannover:

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Und hier in Aktion:

 

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